Montag, 30. September 2019

Spitzkehrentraining beim Harzklub

Letzte Woche Sonntag haben Jörg und ich einen Lehrgang zum Thema Spitzkehren besucht, welcher vom Harzklub angeboten wurde.
Dieses Thema beschäftigt mich schon, seit ich vor einiger Zeit auf Klickpedale umgestiegen bin - die ein odere andere Schlüsselstelle im Trail verlangt einem damit dann doch etwas mehr Überwindung ab :-)
So kam die Gelegenheit wie gerufen und Jörg und ich meldeten uns bei John an.
Die Jungs und Mädels vom Harzklub machen hier eine großartige Arbeit und bieten regelmäßig Touren und Kurse im Harz an, an denen auch Gäste teilnehmen dürfen.

Unser Trainer Jonas legte auch direkt los und führte mit uns zunächst einige "Trockenübungen" durch.

Balance halten

So haben wir uns erst auf trockenem und später auf rutschigen Untergründen an die jeweiligen Haftungsgrenzen der Hinter- und Vorderradbremse herangetastet.
Anschließend standen Balanceübungen auf dem Programm, die uns beim Fahren der Spitzkehren im weiteren Tagesverlauf noch sehr nützlich werden sollten.


"Künstliche" Spitzkehren

Nachdem wir dann noch an verschiedenen Stellen im Gelände mit steigendem Gefälle und Schwierigkeitsgrad mit Pylonen abgesteckte "künstliche" Spitzkehren befahren und mehrfach unseren inneren Schweinehund überwunden hatten, ging es dann auf eine gemütliche Tour, bei der wir unser gewonnenes Wissen gleich in der Praxis anwenden konnten.

kurze Pause...

...und auf zur Tour

Die Tour führte uns über viele schöne Trails und - natürlich - durch zahlreiche Spitzkehren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Manche Schlüsselstellen konnten erst beim zweiten oder dritten Versuch sauber durchfahren werden - umso größer das Erfolgserlebnis, wenn man es endlich geschafft hat. Doch auch wenn es gleich geklappt hatte - die Trails und Kehren waren teilweise echte Perlen, so dass wir diese auch so gern mehrfach wieder hochgeschoben haben, um sie nochmals genießen zu können.
Kehre anpeilen...

...auf der Ideallinie rum...

...und laufen lassen



Nochmal hoch, weil es so schön war (und natürlich weil es übt)


Einige Stellen waren wirklich knifflig

Was Jonas und der Harzklub hier abgeliefert haben - spitze! Das war ein absolut gelungenes Training und die abschließende Tour - auch noch bei bestem Sommerwetter - war ein fantastisches Erlebnis.
Eventuell wird es noch einen Aufbaukurs geben, bei dem die Fahrtechnik noch weiter verfeinert werden kann, z.B. mit versetzen des Hinterrads. Wenn es soweit ist, sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei!

Vielen Dank an Jonas und John fürs Guiden und an den Harzklub! 

MTB-Wochenende in Hasselfelde 2019

Auch in diesem fand unser jährliches Vereinswochenende im Harz statt.
In und an der Skihütte in Hasselfelde haben wir uns am ersten Augustwochenende wieder zum Biken, Quatschen und Durstlöschen zusammengefunden.

Aufgrund des in diesem Jahr vergleichsweise unglücklichen Termins während der Ferien (was sich aufgrund der Starken Auslastung "unserer" Hütte jedoch nicht vermeiden lies) konnten den diesjährigen Termin nur einige Eulen im Kalender unterbringen. Da zudem noch Zusagen kurzfristig widerrufen werden mussten, war unser Eulenwochenende in diesem Jahr das vielleicht übersichtlichste der letzten Jahre :-)

Doch von Anfang an: nach einer mal wieder viel zu stressig verlaufenden Arbeitswoche hechtete ich mit dem letztmöglichen Zug aus Hannover nach Dollbergen, um dort in mein bereits abfahrtbereit abgestelltes "Tour-Gespann" umzusteigen. Just in time wurde dort auch Jörg von seiner Familie abgeliefert und verabschiedet. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg in den Harz - endlich Wochenende!

Nach dem Abholen der Schlüssel bogen wir dann gegen 18 Uhr auf das Hüttengelände ein, wo Hartmut und Ronald auf der Terrasse sitzend schon sehnsüchtig auf Einlass warteten. Zum Glück hatte Hartmut auch selbst Bier dabei! :-)
Ronald vom Ostwest-Express war auch in diesem Jahr wieder dabei, um uns als Guide und Tippgeber mit seiner Lokalkenntnis zu unterstützen. Vielen Dank!

Zum Auftakt unseres Wochenendes durfte natürlich die obligatorische "Kräutertürmchentour" nicht fehlen. Also Licht an Fahrrad und Helm und los geht's durch die einbrechende Dunkelheit zum Kräutertürmchen, das eigentlich Carlshausturm heißt. Die Bezeichnung Kräutertürmchen wird von uns genutzt, da sie einerseits natürlich viel professioneller klingt und andererseits auf die von Moni etablierte Vereinstradition zurückgeht, auf eben diesem Türmchen das ein oder andere Gläschen Kräuterschnaps zu sich zu nehmen - und diese Tradition wollten wir trotz der diesjährigen Abwesenheit von Moni und Frank natürlich nicht fallen lassen und stellten uns unserem Schicksal - Prost!

Blick vom Kräutertürmchen


Diese oder ähnliche Traditionen scheinen auch bei der lokalen Jugend verbreitet zu sein, wie uns auf dem Rückweg zur Hütte eindrucksstark demonstriert wurde. An dieser Stelle grüßen wir Thessa aus Stiege!
Den Abend haben wir dann noch gemütlich mit Grillgut und Getränken ausklingen lassen.



Nach einer ruhigen Nacht in der Hütte bzw. - je nach Präferenz - im eigenen Camper stärkten wir uns beim gemeinsamen Frühstück und bereiteten uns auf unsere Tagestour vor.
Bald kam dann auch schon Ingo vorbei und wir schwangen uns auf unsere Bikes, um ihm zu folgen.
Ingo - ebenfalls vom Ostwest-Express - war an diesem Samstag unser Tourguide und zauberte für uns dank Heimvorteil eine geniale Tour mit den wohl schönsten Trails, die es in der direkten Umgebung gibt.




Was ich allerdings noch nicht wusste: Ingo ist nicht nur ausgewiesener Trailkenner in der Region, sondern auch ein sehr guter Fotograf. Während wir uns auf den megaspaßigen Trails austobten und bergab schossen, versteckte sich Ingo regelmäßig irgendwo im Gebüsch und drückte auf den Auslöser. Einige dieser Bilder schmücken auch diesen Beitrag.



Fotos: Ingo Schramma

Nach der Tour, die uns durch knackige Anstiege, spaßige Abfahrten, klasse Trails und grandiose Aussichten führte, lud uns Ingo auch noch auf ein Abschlussbierchen bei sich im Garten ein.
Vielen Dank für deine Teilnahme und Gastfreundschaft Ingo - das war eine mega Tour!





Fotos: Ingo Schramma

Auch am Sonntag starten wir noch zu einer schönen kleinen Tour, die Ronald für uns gezaubert hat. Sie führte uns in südliche Richtung über die Ziegenalm Sophienhof, der Eisfelder Talmühle und mystische Waldabschnitte.
Als wir am Nachmittag wieder an der Hütte eingetroffen sind, luden wir unsere Energie- und Flüssigkeitsspeicher in gemeinsamer Runde wieder auf und machten uns gemütlich auf den Heimweg.






Das war - trotz umständehalber übersichtlicher Teilnehmerzahl - wieder ein wirklich gelungenes Vereinswochenende - nicht zuletzt dank unserer beiden Tourguides. Ich freue mich auf das nächste in 2020!












Fotos: Ingo Schramma